Die Logik der Gewalt

Der Mensch ist von seiner Natur her eher einfühlsam und unterstützend, als gewalttätig und aggressiv. Die Ursache für Gewalt liegt immer in unerfüllten Bedürfnissen. Erst dann, wenn eine Situation für einen Menschen bedrohlich ist und der Mensch sich hilflos, ohnmächtig und aggressiv fühlt, kommt Gewalt als Option überhaupt in betracht. Das kann jeder in sich selbst erkennen.

Was würdest du denken und wie würde sich das für dich anfühlen, wenn eine Kindergärtnerin zu einem kleinen Kind, das von einem anderen Kind geschubst wurde, sagt: „Wenn du geschubst wirst, musst du zurück schubsen“ oder deutlicher: „Wenn du geschlagen wirst, musst du zurück schlagen“. Wäre das eine hilfreiche Strategie?

Oder wird Gewalt dann hilfreich, wenn sie mächtig genug ist? Ich glaube nicht…

Gewalt ist immer eine Spirale, die stärker wird und es kommt immer zu einem Schlagabtausch, in dem immer noch einer draufgelegt wird. Bis einer tot ist – oder einer aufhört mitzumachen und nach anderen Lösungen sucht.

Aber Nachgeben geht ja nicht. Das wäre ja ein Zeichen von Schwäche. Dann lieber weiter drauf hauen und zeigen wer der Boss ist. Ganz gleich was es kostet…

Ich höre unsere Kanzlerin sagen, dass wir die Ursachen der Flucht beseitigen müssen um die Situation wieder in den Griff zu bekommen. Liegt die Ursache der Fluchtwellen nicht in der Gewalt gegen die Menschen die da fliehen? Kann mehr Gewalt dann wirklich die Ursachen der Flucht beseitigen?

Rache ist auch eine Ursache für Gewalt, in der zuvor Gewalt erlebt wurde. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Wenn wir die Situation aus diesem Blickwinkel betrachten wird es unangenehm, weil die Frage aufkommt, wer angefangen hat. Und bei dieser Frage stehen die Industrienationen, steht die erste Welt, der wir angehören, in keinem guten Licht da.

Aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet sollten unsere Politiker die Größe entwickeln, unseren Beitrag zur Gewalt in der zweiten und dritten Welt anzuerkennen und zu beenden.

Erschreckend ist für mich, dass ich mir mitlerweile vorstellen kann, dass unsere Regierung wider besseren Wissens gerade mit beeindruckender Mehrheit den Einsatz der Bundeswehr in Syrien beschlossen hat. Jedes Kind weiß, dass dies nicht zur Befriedung und Entspannung der Situation führen kann. Aber unsere Vertretung tut es trotzdem.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Entscheidung ausschließlich im Interesse derer getroffen wurde, die in irgendeiner Form von der Gewalt und dem Krieg profitieren. Wer auch immer das sein mag. Die Bevölkerung ist es mit Sicherheit nicht. Nirgends auf der Welt!

Wir brauchen keine Politiker. Wir brauchen starke Gemeinschaften, die dem Wohl ihrer Mitglieder dienen. Aus sich heraus und nicht von irgendwoher geleitet. Sind wir als Gemeinschaft bereit uns entsprechend zu entwickeln oder wollen wir unsere Zukunft weiter in die Hände von Politiker legen, die wer weiß was mit uns vorhaben???

Ich bin dazu bereit Alternativen zu entwickeln und würde mich freuen, wenn sich der ein oder andere findet, dem es auch so geht. Lasst uns ein Netzwerk des Friedens aufbauen und selber dafür sorgen, dass die grundlegenden Bedürfnisse der Gemeinschaft erfüllt werden. Regional, souverän, autonom und und mit allen Teilen der Gemeinschaft. Vollkommen unabhängig von Nationalitäten, Religionen oder was uns noch so trennen könnte…

Mir reicht es!

Frieden und Glück

Andreas

Zur Aufklärung:

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